Erinnerungen bleiben und Vergleiche kommen
Comments: 5 - Date: December 11th, 2006 - Categories: Gedanken, Gesehen. Gehört. Gelesen.
Sagt Baron Botho in Theodor Fontanes Irrungen, Wirrungen. Und wie recht er doch hat und auch in Zukunft haben dürfte. Laut Richard F. Thompsons Buch Das Gehirn ist man noch weit davon entfernt, überhaupt zu wissen, wo welche Erinnerungen gespeichert sind. Es dürfte also leider noch eine Weile dauern, bis gezielte Auslöschung von Erinnerungen möglich wird.
Weiter erklärt Thompson wie Kalium-, Kalzium- und weitere Ionen das Gehirn zum Denken bringen. Es ist deprimierend zuzuschauen, wie unser Heiligstes, unser geisthervorbringendes Gehirn mehr und mehr seziert und in seine Einzelteile zerlegt wird. Es bleibt immer weniger Platz für Dualismus, freier Wille wird unrealistisch. Denken ist Ionenbewegung. Nur noch Vorherbestimmung, deterministischer Mensch, deterministische Welt, deterministisches Leben.
Immerhin eines bleibt gewiss, schlimmeres als Sterben gibt es vorläufig nicht und Sterben kommt sowieso. Nichts zu verlieren.